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Möglichkeiten für eine selbständige professionelle Schmalfilmdigitalisierung und Hinweise zur Haltbarkeit von Daten.

Die hochwertige Digitalisierung von 8 mm - und 16 mm - Schmalfilmen erfordert eine angepasste Studiotechnik, mit der es möglich ist, 50 fotooptisch generierte Einzelbildimpulse in einen Videostream umzuwandeln. Beim Abfilmen eines Filmes ist eine vergleichbare Auflösung, selbst bei der Verwendung eines hochwertigen 3 Chip- Camcorders nicht erzielbar. Eine hohe optische Bildauflösung und Farbtreue ist nur mit einem sehr lichtempfindlichen 3 Chip Kamerakopf erzielbar, der in einem geschlossenen System mit Präzisionsoptiken und einem hoch auflösenden Bildinverter für eine gleichförmige Bildfeldausleuchtung und Schärfeverteilung sorgt. Der leichte Versatz eines der 3 Bildsensoren ermöglicht die Generierung eines hoch auflösenden Videos ohne störendes Pixels. Ein speziell entwickelter Bildinverter sorgte für die Bildumkehrung und musste mindestens 10 x mehr Bildpunkte (unregelmäßig verteilte, ohne Rasterstruktur) besitzen, als die Kamerabildsensoren, um störende Interferenzen zu vermeiden und um den visuellen Filmeindruck nach der Digitalisierung beibehalten zu können.

Es hat sich herausgestellt, dass es sinnvoll ist, alte Medien mindestens auf 2 Digitalmedien gleichzeitig überspielen zu lassen, da das Übertragen von Schmalfilm allein auf DVD vorrangig dem Anschauen, jedoch nicht dem Nachbearbeiten und langfristigen Lagern des Materials dienen sollte. Den Preisverfall bei USB2- Festplatten kann der interessierte Filmer nun besser nutzen, um seine alten "Schätze" unkomprimiert parallel abtasten zu lassen (DV- AVI- Format), um z. B. an die begehrten Einzelbilder des Filmes wieder heranzukommen, und um alte Klebestellen digital präziser entfernen zu können. Es gab Ende 2007 keinen sinnvollen Grund mehr dafür, wertvolle private Erinnerungen nur noch in komprimierte Formate umwandeln zu lassen, da deren langfristige Lebensdauer auf Grund der rasanten Entwicklung neuer Medien absehbar wurde. Wenn aber überhaupt komprimierte Überspieldaten gewünscht werden, so sollten diese mit Software erstellt werden, die deren Abspielbarkeit auf anderen Systemen nicht einschränkt. Ratsam ist es, die unkomprimierten Daten gleich nach dem Rückversand vom Überspieldienst auf eine weitere Festplatte umzukopieren und dann in den Schrank zu legen, jedoch nicht ohne wenigsten 2 x im Jahr nachzuschauen, ob Festplatte und Daten noch in Ordnung sind, da elektronische und elektromechanische Geräte bei Nichtbenutzung defekt gehen können. Mit einer Sicherheitskopie der AVI- Dateien oder einer parallelen Mini- DV kann also immer wieder auf das "Original" der Filmabtastung zurückgegriffen werden.

Manchmal tauchen Meldungen auf, dass DVDs nur ein begrenztes Haltbarkeitsdatum haben. Diese Informationen sind nicht ganz korrekt, wenn sie zusammenhangslos abgegeben werden. In der Praxis sieht es so aus, dass (ähnlich, wie bei der CD- ROM) die DVD mehrere Entwicklungsstufen durchlief und eventuell noch durchlaufen wird. Die DVD- Laufwerke wurden ebenfalls ständig weiterentwickelt. Da DVD- Hersteller und Laufwerkshersteller selten unter einem Dach zu Hause waren, kam es vor, dass die Laseroptiken mehr als 2 Jahre alter DVD- Player (Markengeräte nicht ausgenommen) zunehmend "blinder" wurden. Diese "frühe Leseschwäche" führte häufig dazu, dass in 16- x Geschwindigkeit beschriebene DVDs nicht mehr lesbar waren jedoch 1- x gebrannte DVDs mit diesen Laufwerken abgespielt werden konnten. Da in absehbarer Zeit wahrscheinlich kaum noch 1- x beschreibbare DVD- Rohlinge erhältlich sein werden, andererseits jedoch moderne Player fast alle DVD - Formate lesen können, lohnt es sich nicht, sich über nicht mehr abspielbare DVDs auf älteren Playern zu ärgern, da moderne DVD- Player sehr preiswert geworden sind.

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